Die Preisträger der 44. GOLDENEN KAMERA - Christian Berkel

Die Jury war von seiner Darstellung als Helmut Schmidt in dem Entführungsdrama "Mogadischu" tief beeindruckt. Sehr präzise hatte Christian Berkel den Alt-Bundeskanzler studiert und ihn genauso präzise wiedergegeben. "Wer Helmut Schmidt kopiert, landet im Kabarett", sagte Berkel über die Schwierigkeit dieser Rolle. Mit Persiflage hatte die nun gar nichts zu tun. Was Berkel in "Mogadischu" vollbringt, ist eine handwerkliche Meisterleistung, die ganz oben rangiert in der filmischen Darstellung historischer Personen. Doch dieses Lob allein würde dem Schauspieler nicht gerecht werden. Berkel hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Schwergewicht seiner Zunft entwickelt. Die Nominierung für DIE GOLDENE KAMERA als bester Schauspieler bereits 2007 zeigt, dass man immer mit ihm rechnen muss. Berkel steht für Kontinuität. Auch, was sein Publikum angeht. Immer häufiger für internationale Produktionen gebucht, ist Berkel keiner, der Oberwasser bekommt, seine Sachen packt und nach Amerika geht. Er weiß, wo er hingehört. Seine Einsätze als "Kriminalist" im ZDF zeugen davon. Christian Berkel konnte sich gegen erstklassige Kollegen durchsetzen, gegen Mehmet Kurtulus und Klaus J. Behrendt. Die Jury beurteilte Berkels Leistung diesmal als zwingender.

von Jury-Mitglied Markus Trebitsch
Foto: © Arne Weychardt für HÖRZU

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