
Zu Lilo Pulver haben Millionen Menschen ein- und dieselbe Assoziation: das herzlichste Lachen der Film- und Fernsehgeschichte. Die Schweizer Schauspielerin steht in ihrem umfangreichen Werk für Liebe, Lust und Heiterkeit. Seit ihrem 20. Lebensjahr steht Lilo Pulver auf Theaterbühnen und vor der Kamera. Regisseur Kurt Hoffmann, der mit ihr 1955 "Ich denke oft an Piroschka" dreht, sieht als erster das große Potenzial der jungen Künstlerin. Wenige Jahre später folgt "Das Wirtshaus im Spessart", in dem sich Lilo Pulver als kess verkleidete Komtess Franziska durch einen Haufen Räuber mogelt. Spätestens dieser Film macht sie zum Publikumsliebling. Zahlreiche hoch gelobte Produktionen folgen, in denen Lilo Pulver ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellt. In den 50er und 60er Jahren prägt sie weiter das deutschsprachige Kino, aber längst ist Hollywood auf die charismatische Schauspielerin aufmerksam geworden. Trotz internationaler Erfolge und weltweiter Anerkennung ist sie ihrer künstlerischen Heimat und ihren deutschen Fans immer treu geblieben. Drei sehr persönliche Bücher hat Lilo Pulver über ihr bewegendes Leben geschrieben, in dem berufliche Höhepunkte und private Schicksalsschläge oft ganz eng beieinander lagen. Dazu gehören 31 glückliche Jahre mit ihrem Ehemann, dem deutschen Schauspieler und Regisseur Helmut Schmid, der 1992 verstarb, aber auch der tragische Selbstmord ihrer Tochter Mélisande. Die Lebenslust hat Liselotte Pulver dennoch nie verloren, und ihr berühmtes Lachen hat sie sich bewahrt.
Kategorie: Lebenswerk Film
Laudator: Christiane Paul