
Daniel Craig ist zurzeit der Inbegriff des körperbetonten Spiels. In der Tradition eines Charlie Chaplin und eines Buster Keaton war es ihm immer wichtig, seine eigene Physis einzusetzen und die anstrengenden Szenen, die ein Schauspieler zu leisten hat, keinem Double zu überlassen. Das wirkt sich beträchtlich auf seine Rollen aus, die gekennzeichnet sind durch einen hohen Grad an Authentizität. Beweise dessen sind sein jüngster Bond-Auftritt sowie sein Einsatz in dem Weltkriegsdrama "Defiance". Aber Craig wäre kein großer Künstler, wenn er es allein bei diesem Prinzip beließe. Er ist ein Meister der Extreme – von ganz laut bis ganz leise. Sein Film "Enduring Love" zeigte wohl am besten, zu welch filigranen, emotional-sensiblen Darstellungen er in der Lage ist. Craig zelebriert den Unverwüstlichen genauso wie den Zerbrechlichen.
Foto: © Arne Weychardt für HÖRZU
Kategorie: "Bester Schauspieler International"
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